Die nachlassende Kapazität der Akkus ist ein Grund für geringere Reichweiten von Elektromobilen, aber nicht der einzige. Auch ein von abgebrannten Kohlebürsten verstaubter Motor oder eine defekte Magnetbremse können die Reichweite negativ beeinflussen.
Die meisten in den Mobilen eingesetzten Motoren haben als Gleitkontakte Kohlebürsten, die den elektrischen Kontakt zu den Kollektoren (Stromwendern) herstellen. Sie werden bei hohen Drehzahlen sehr heiß, verschleißen auf Dauer und hinterlassen Staub, der entfernt werden sollte. Insbesondere bei älteren Mobilen oder bei Fahrzeugen, die sehr stark beansprucht werden, sollte man die Motoren alle zwei bis drei Jahre reinigen lassen. Die Reinigung des Motors sollte man einem Fachmann überlassen, da der Motor komplett auseinandergebaut und wieder zusammengesetzt werden muß.
Eine defekte Magnetbremse kann ein weiterer Grund für eine geringere Reichweite sein. Normalerweise wird der Bremse durch die Betätigung des Fahrhebels Strom zugeführt. Dieser Strom baut ein Magnetfeld auf, welches die Bremsscheibe freigibt. Es kommt vor, daß sich die Bremsscheibe in der eigentlich verschleißfreien Magnetbremse durch Oxidation festsetzt. Das führt dazu, daß der Motor gegen die geschlossene Bremse arbeitet. Das Mobil fährt zwar, braucht aber viel mehr Strom. Sogar der Motor kann Schaden nehmen. Die Bremsen sollten daher ab und zu überprüft werden. Einen Laien-Test zur Überprüfung der Magnetbremse kann man selber vornehmen, indem man eine Probefahrt von etwa 5 Minuten macht. Wenn dann die Bremse schneller warm geworden ist als der Motor selbst, deutet das auf eine defekte Bremse hin.